Das IFP versteht sich als interdisziplinäre und schulenübergreifende Fortbildungseinrichtung mit tiefenpsychologischem Schwerpunkt. In diesem Rahmen werden Seminare mit namhaften österreichischen und internationalen VertreterInnen unterschiedlicher psychotherapeutischer Richtungen angeboten.

Herbstprogramm 2022

25. und 26. November 2022 - Schloss St. Martin, 8054 Graz-Straßgang
Heidrun Primas, Graz; Prim. Dr. Paulus Hochgatterer, Wien/Tulln; Univ.Prof. Dr. Ernst Berger; Mag. Martin Schenk, Wien (angefragt); Mag. Regina Studener-Kuras, Wien; Dr. Katharina Purtscher-Penz, Graz
Zeiten in Veränderung - veränderte Zeiten
Wieviel Veränderung verträgt der Mensch?


Vieles wird besprochen, diskutiert, analysiert und "gewusst" in einer Zeit, in der Worte wie Pandemie, Krieg in Europa, Flucht, Migration, Klima- und Energiekrise mit einer Selbstverständlichkeit in unserem Sprachgebrauch und Lebensalltag Platz gefunden haben, den wir alle in unserem Erleben, Denken und Spüren zunächst einmal schaffen mussten.

Wie geht es den Kindern und Jugendlichen dabei? Hat Familie und deren Bedeutung sich verändert? Haben Schwierigkeiten sich verstärkt oder aber auch neue Möglichkeiten im Zusammenleben eröffnet? Welche Strukturen gaben Halt?

Themenbereiche und Ängste im Kontext von "gesund und krank", "Leben und Tod" sind in manchen Wochen omnipräsent in den Medien vertreten, bleiben jedoch auch in gewisser Weise - gerade in Hinblick auf das Erleben von Kindern - stillschweigend im Hintergrund und unerwähnt? Wie hat sich unser Arbeitsalltag im interdisziplinären Kontext der psychosozialen Versorgung verändert? Brauchen wir Anpassung und Veränderungen für Psychotherapie und Beratung, in stationären und ambulanten Settings um Therapie- und Beziehungsangebote für Familien zu schaffen, die als Entlastung und Unterstützung in den veränderten Zeiten erlebt werden? Oder ist die Beibehaltung von Bewährtem letztendlich das, was Sicherheit vermittelt?

Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen, der Austausch von Erfahrungen, die wir alle bis jetzt in diesen Veränderungen gemacht haben, wollen wir gemeinsam mit Ihnen anhand von bisherigen Daten, Erfahrungsberichten und Reflexionen aus der Praxis besprechen. Wir freuen uns, Sie zu unseren Straßganger Werkstattgesprächen im Herbst begrüßen zu können.

Einladung und Anmeldung als PDF

Frühjahsprogramm 2022

11. und 12. März 2022 - Universität Wien, Skylounge, Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien
Dipl. Psychologe Thomas Hensel
Stressorbasierte Psychotherapie

Mit Erstaunen und Freude können wir feststellen, dass in der Behandlung von Traumafolgestörungen eine Vielzahl von Verfahren, die auf den ersten Blick völlig unterschiedlich vorgehen, alle eine hohe klinische Wirksamkeit zeigen.
Der stressorbasierte Ansatz bietet für dieses Phänomen ein Erklärungsmodell an, das sich methodenübergreifend auf die Wirkfaktorentheorie von Grawe und das Paradigma der Gedächtnisrekonsolidierung als natürlicher neurobiologischer Selbstheilungsprozess bezieht.
Aufbauend auf den Forschungsergebnissen der Psychotraumatologie, insbesondere der Adverse Childhood Experiences-Studie (Felitti et al., 1998) werden belastende Lebenserfahrungen (Stressoren) - neben Traumata sind vor allem Kränkungen und Verluste zu nennen - als Ursachen psychischer Fehlentwicklung identifiziert. Die Symptomatik wird hierbei als kompensatorisches Geschehen verstanden.
Der therapeutische Blick verändert sich somit von der Fokussierung auf die Frage. "Was stimmt mit dir nicht?" hin zu der anteilnehmenden Sichtweise "Was ist dir widerfahren?".

Neben einer theoretischen Einführung in das Grundverständnis dieses Ansatzes werden die zentralen Elemente der Vorbereitungsphase auf die Stressoraktualisierung (Beziehungsgestaltung, Psychoedukation, Motivation, Behandlungsplanung, informiertes Einverständnis, ...) dargestellt und geübt. Einzelne verfahrensunabhängige Techniken wie z.B. Narrativarbeit und Externalisierung werden vermittelt, durch Videos veranschaulicht und geübt. Supervisionsfälle sind erwünscht.

Einladung als PDF

Information und Buchungen

Sabine Neubauer
Email: office@ifpkj.at

Anmeldung Infomail
Wenn Sie unser Infomail abbonieren, werden Sie automatisch über Neue Veranstaltungen und Änderungen bei bestehenden Terminen informiert. Wir bitten um eine E-Mail an office@ifpkj.at mit dem Betreff "Abo Infomail".

Abmeldung Infomail
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Teilnahmeregelung
Grundsätzlich steht das Fortbildungsangebot des IFP interessierten KollegInnen und Laien aus dem Arbeitsbereich Kinder, Jugend und Familie offen.

Anmeldung per Email
Eine Anmeldung per Email ist erforderlich und nach Eingang der Seminargebühr auf dem angegebenen Konto gültig.

Stornoregelung
Bei Verhinderung kann eine Ersatzperson gestellt werden.
Bei Stornierung bis vier Wochen vor der Veranstaltung wird die Seminargebühr abzüglich € 20,00 Stornogebühr rückerstattet.

Die Seminarleitung behält sich vor, das Seminar bei zu geringer Teilnehmerzahl spätestens drei Tage vor der Veranstaltung abzusagen. Die Seminargebühr wird in diesem Fall zurückerstattet.

Zur Geschichte des Forums

Die Fortbildungsseminare des Interdisziplinären Forums für Psychotherapie von Kindern, Jugendlichen und deren Familien (IFP) blicken auf eine lange Tradition zurück.

Auf Initiative von Frau Dr. Helga Jakopin wurden sie 1976 zunächst als eine Fortbildungsreihe des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie unter dem Titel "Straßganger Seminare" speziell für den Grazer Raum ins Leben gerufen.

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Walter Spiel etablierten sich diese Fortbildungen über lange Zeit als eine "Psychotherapie-Werkstatt", die von der Wiener Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, Grazer Institutionen, sowie interessierten Fachkräften regelmäßig genutzt wurden. Die Organisations- und Sekretariatsarbeit wurde in all diesen Jahren von Frau Dr. Gertrude Bogyi geleistet.

Während in den ersten Seminaren vorwiegend individualpsychologische Theorie und Kasuistik vermittelt und diskutiert wurde, trat im Verlauf der Jahre die Auseinandersetzung mit anderen Schulen, Denkgebäuden und Methoden in den Vordergrund.

1992 übernahm Frau Dr. Gertrude Bogyi die Leitung des IFP und organisierte gemeinsam mit Dr. Andrea Harms Seminare nicht nur in Graz, sondern auch in Wien, Gmunden und Klagenfurt, die sich an einen wesentlich erweiterten Interessentenkreis wenden.

Im Frühjahr 2006 Festveranstaltung "30 Jahre IFP", siehe dazu: Festveranstaltung 2006- Galerie

Von 2006 bis 2012 war Dr. Andrea Harms als Obfrau für den IFP verantwortlich. In diese Zeit fällt auch das Geburtstagssymposium für Dr. Gertrude Bogyi. Geburtstagssymposium Dr. Bogy - Galerie.

Im April 2012 übernahm Primaria Katharina Purtscher-Penz die Leitung des IFP.

Mitglieder und InteressentInnen

Wir hoffen, dass wir auch in Hinkunft mit Ihrem regen Interesse und Ihrer Mitarbeit rechnen können und bitten Sie zur Erhaltung unserer finanziellen Basis um eine Spende, bzw. um Einzahlung des Mitgliedsbeitrages.

Mitgliedsbeitrag: € 40,-- (StundentInnen € 25,--), jährlich

Bankverbindung:
ERSTE Bank, BLZ 20.111, Kto. Nr. 31004101824
IBAN: AT432011131004101824
BIC GIBAATWWXXX

Impressum

Interdisziplinäres Forum für Psychotherapie
von Kindern
Jugendlichen
und deren Familien
ZVR-Zahl: 685135276

LKH Graz SW, Standort Süd, Abt. Kinder- und Jugendpsychiatrie
8053 Graz, Wagner-Jauregg-Platz 1
Tel.: 0316 / 2191 2532

Obfrau: Prim. Dr. Katharina Purtscher-Penz
Obfrau Stellvertreter: Dr. Christoph Göttl
Schriftführerin: Dr. Ulrike Lovsin-Brunner
Schriftführerin Stellvertreter: Dr. Gertrude Bogyi
Kassier: Mag. Regina Studener-Kuras MA